Sonntag, 15. Januar 2017

Das Morgengrauen... die Bürotasse :) *schmacht*

Ich gehöre ja zu den Selbermachern... Leider *lach*. Das kostet nämlich ganz schön viel Mühe und Zeit. Trotzdem lernt man damit auch seine Software sehr gut kennen, wenn man selbst Schächtelchen und sowas zaubert. Ich gebe zu, ich ziere mich etwas davor, viel Geld für Plotterdateien auszugeben (die ich ratzfatz selber herstellen kann, denn ich stehe auf "Statements" und die kann ich auch mal eben ... so in ner Stunde oder zwei oder drei... selber schreiben. Außerdem habe ich so viel Geld in Stickdateien investiert, die ich noch nicht mal gestickt habe -> gekauft, als ich Ideen hatte und dann nicht zum Sticken gekommen. Nun werde ich erst dann kaufen, wenn ich auch zum Plotten komme.).
Aber wenn mich eine Datei umhaut, DANN sieht das anders aus. Ich habe vor Kurzem so einen Shop entdeckt, den muss ich Euch mal zeigen... SO goldige Sachen, genau mein Ding. Die liebe Tintenrebell hat bei Facebook diese GENIALE Katze zur Verfügung gestellt und obwohl ich ja kein Katzenfan bin sondern Hundefrauchen, saß ich schmachtend vor der Katze und mir schossen grade so die Ideen durch den Kopf (und so muss es sein bei Plotterdateien).
Also entstand heute morgen gleich meine neue Bürotasse :)...
Ganz lieben Dank für diese wundervolle Grafik.

Leider hatte ich nur noch eine rosa Tasse da und ich dachte, das würde nicht wirken, tut es aber...
Habt Ihr Fragen zur Verarbeitung? Schreibt mir einfach...
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Schade, schon zu dunkel für ein gutes Foto des Bonbonglases... Come to the dark side. We have candy! :)
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So, nun habe ich auch der Cameo endlich einen Plot verpasst. Mensch, das Vinyl klebt ja da wie hölle auf Kunststoff... hätte nen Ticken höher gekonnt *kritischguck*... Aber ich glaube, das krieg ich nie wieder ab ;).

Mein(e) Plotter und ich: Cameo 3 und Brother ScanNCut CM900 im Vergleich

Da sich immer wieder Leute die Frage stellen, was denn an diesem oder jenem Gerät besser sei, habe ich jetzt mal eine Auflistung gemacht, was ICH so besser an dem einen oder anderen finde...

Cameo 3

Positives (im Vergleich zur ScanNCut)

  • Man kann die Schneidematten selbst machen, das spart viel Geld. Ich nehme hierzu selbstklebende Lampenfolie von VBS-Versand. 
  • Umfangreiche Software (mit der einige Probleme haben, die wenig Computerkenntnisse haben, da die Software wirklich viele Funktionen hat).
  • Gratisdownload in Höhe von 25 Euro.
  • Im Store gibt es wundervolle Dateien.
  • Ist preiswerter.
  • Hat kleine Ablagefächer für Werkzeug, Stifte, Messer, Spatel usw. (Das fehlt bei der ScanNCut komplett -> doof.)
  • Kann auch länger... (theoretisch)
    Ich habe probiert, mit der Cameo Folie direkt ohne Schneidematte zu schneiden, was überhaupt nicht gut geklappt hat (und man muss Glück haben, wenn die Schneideleiste des Cameos nicht zerschnitten wird, weil wenn man "abbrechen" drückt, schneidet er erstmal seine Linie fertig). Ich wollte am Badfenster statische Folie mit 5 ausgeschnittenen Blümchen aufbringen. 80 cm x 20 cm. Der Längsschnitt hat super geklappt, aber beim ersten Querschnitt hat das Messer die Folie gegen den Uhrzeigersinn verschoben... So ging es mir insgesamt 4 x. Ich wollte dann nur die Blümchen innerhalb meines Rechtecks ausschneiden und dachte, dass ich dann den Rand halt mit der Schere oder dem Cutter schneide - ist ja nicht so schwer. Aber nach 3 Blümchen war Schluss, das Messer hat die Folie wieder verschoben. Fazit: 1 Rolle statisches DC-Fix für die Tonne *jammer* und hochgradig frustriert.  Ich habe mir jetzt einen Rollo für das Fenster bestellt *lach*. Aber falls ich mal wieder was Längeres plotten möchte, klebe ich mir auf jeden Fall 2 oder 3 Schneidematten als Unterlage zusammen. 

Negatives (im Vergleich zur ScanNCut)

  • Scanfunktion gibt es nicht. Prints/Stempel ausschneiden ist aufwändig und fehleranfällig.
    Bei der Cameo gibt es 2 Varianten: Print+Cut, da wird ein Blatt mit Passmarken und Motiven ausgedruckt. Da hat man sehr viel "Materialverschwendung", weil die Passmarken nicht in den Ecken sitzen und man soundsoweit vom Rand weg sein muss. Außerdem schneidet es die Motive nach unten hin immer schlechter (nicht konturgetreu). Ich bin ein Pingel und hätte es dann natürlich auch gerne um die Kontur herum ausgeschnitten und nicht versetzt. Dazu ist er ja da, der teure Plotter. 
    Die Pixscan-Matte habe ich auch, aber noch nicht probiert, weil mir das zu umständlich ist (man muss das Gerät erst kalibrieren usw., das habe ich mit der Cameo 2 schon hinter mir und jetzt eeecht keine Lust mehr drauf ;). Man muss das Motiv scannen oder fotografieren und dann einlesen. Dann kommt es wieder auf die Lichtverhältnisse und Aufnahmewinkel an, ob das so alles klappt, usw.
  • Bluetooth:
    Beim Cameo 3 funktioniert die angepriesene bluetooth-Funktion noch nicht richtig (Windows) und beim Mac nur mit bluetooth 4.0. Zudem kann man das notwendige Firmware-Update nicht über Mac aufspielen, wenn im Mac kein bluetooth 4.0 vorhanden ist (Abhilfe könnte ein bluetooth Stick über USB-Anschluss sein, wurde bei Facebook herausgefunden..., aber einige sagen auch, dass W-Lan und bluetooth sich da in die Quere kommen). So oder so, es funktioniert wohl noch nicht einwandfrei, da Schneidaufträge irgendwann abgebrochen werden.*** edit - ich habe einen Bluetooth-Stick für die Cameo bei Amazon gekauft, der allerdings mit meinem Mac nicht funktioniert hat, trotz mühevoller Installation (beiliegende Mini-Disk kann man im iMac nicht abspielen und es waren noch weitere Einstellungen nötig, da halfen die Beschreibungen der Amazonkunden).***
  • Handbuch fehlt, E-Mail-Support *gääähn*...

Brother ScanNCut CM900

Positives (im Vergleich zur Cameo)

  • Die Scanfunktion ist unbezahlbar (Fotos siehe unten). Man kann einfach Papierreste verwerten und "punktgenau" auf seinen Untergrund plotten. Außerdem genau Stempelmotive oder ausgedruckte Sachen ausschneiden. Einfach einscannen. Fertig. Oder Materialreste auf die Matte pappen, einscannen und die Motive in der Software drüberlegen.
    *** edit***
    Die Scanfunktion geht mit Aquarellpapier (es ist nicht einmal besonders rau) eher schlecht. Gestern saß ich eine halbe Stunde, um meine schwarzen Ausdrucke auszuschneiden. Die Linien sind noch nicht einmal sehr dünn. Meine Grafik hatte aber sehr viele Linien (innen), vermutlich hängt es damit zusammen. Einfache Stempelabdrücke auf Aquarellpapier mit wenig Linien innen gehen besser. Bzw. ich habe den selben Ausdruck dann nochmal auf normalem Papier gedruckt, das hat er anstandslos genommen...
  • Er hat W-Lan. Super. Funktioniert. Immer. Automatisch, ohne manuell verbinden zu müssen.
  • Kommt mit einem tollen Handbuch. Da werden auch so Sachen erklärt wie "Klebe erstmal ein Eckchen Deines Materials auf die Matte um zu testen, ob es auch wieder abgeht"... Ich glaube, die Hälfte aller Cameo-Besitzer hat erstmal eine "ruinierte" Schneidematte + Material, weil das Papier draufklebt und nicht mehr abgeht.
  • Die mitgelieferten Schneidematten sind vom Material her dicker und wertiger. Auch das Gerät sieht hochwertiger und peppiger aus (na ja, bei dem Preis... ;).
  • Die Messerklingen kann man einzeln + billiger kaufen als bei der Cameo. Das spart Geld + Abfall. Aber das fällt meines Erachtens nicht sehr ins Gewicht, da die Messer sich kaum abnutzen. Ich habe eines für Vinyl und ein separates für Papier und die sind noch so scharf wie am ersten Tag. (Beispiel: Deep Cut Blade Cameo 20 Euro, Brother 10 Euro!)
  • Das Gerät arbeitet autark, man braucht theoretisch nicht damit an den Computer. Aber von dort aus geht es besser, machen wir uns nix vor ;). Aber man könnte den Plotter mit auf einen Markt nehmen und Kunden direkt dort "bedienen".
  • Hat mehr Druck und kann mehr Materialien schneiden. Materialien bis zu 1,5 mm Höhe (Cameo nur 0,5 mm)
  • Er ist sehr viel schneller als der Cameo.
  • Er ist kleiner/kompakter. 
  • Kann auch prägen.
  • Hat auch wundervolle Gratis-Dateien im Store.
  • Die Führung für die Matte ist viel besser. Man kann nichts falsch machen, sie wird immer an der selben Stelle vertikal eingezogen. Außerdem ist die Halterung unter der Matte besser (bei der Silhouette ist es etwas gakelig).
  • Umsteiger können ihre Silhouette-Dateien konvertieren und weiternutzen *yey, sonst hätte ich das nicht gemacht*...
  • Er kann *.svg-Dateien lesen. Beim Cameo bräuchte man, falls man dies möchte, die Designer-Edition (so um die 25 Euro bei Etsy USA).
  • Ich habe den Plotter bei Nähpark gekauft. Die haben den wundervollsten Service, den man sich vorstellen kann. Und wenn man mit dem Gerät nicht zufrieden ist, kann man es zurückgeben.

Negatives (im Vergleich zur Cameo)

  • Dass der Plotter *.PES-Dateien einlesen kann ist ... na ja, sagen wir mal, nur die halbe Wahrheit. Die Dateien müssen zunächst vorbereitet sein (extra Software), meine über Jahre gesammelten Dateien gehen also schonmal nicht. Schade. 
  • Die Maximallänge der Schneidematte ist auf 60 oder 65 cm beschränkt.

So, falls mir noch was einfällt (oder Euch), ich ergänze gerne meine Liste.

Hier ein Beispiel: Stempelmotiv mit der ScaNCut ausgeschnitten, 1 mm Rand (einstellbar), Aquarellpapier. Perfekt, oder?


Vorher coloriert und dann ausgeschnitten:
Links problemlos geschnitten (Ausdruck grau auf normalem glattem Papier), rechts Ausdruck auf Aquarellpapier trotz schwarzem Rand nur widerwillig und nach vielmaligem Einscannen geschnitten (Fehlermeldungen es sei nicht alles auf der Matte (war es aber), außerdem hat er Striche nicht erkannt (siehe als Beispiel rechts Haarlocke)... Schade, denn ich mag Aquarellpaier eigentlich viel lieber.
... Scheint nicht sein Tag gewesen zu sein ;). Ein andermal hat alles wunderbar geklappt.